Die Kurzantwort
Ein Warmwasser-Badheizkörper hängt an der Zentralheizung und wird über ein Thermostatventil geregelt. Ein elektrischer Badheizkörper heizt mit einem Heizstab und braucht nur einen Stromanschluss. Im Mischbetrieb wird ein Warmwasser-Heizkörper zusätzlich mit einem Heizstab ausgestattet. Für elektrische Einzelraumheizgeräte legt die Verordnung (EU) 2015/1188 Ökodesign-Anforderungen und Pflichtangaben fest; ein Energielabel schreibt die Kennzeichnungsverordnung (EU) 2015/1186 für sie nicht vor.
Ein Badheizkörper soll zwei Dinge leisten: das Bad warm machen und Handtücher trocknen. Wie er das tut, hängt von der Betriebsart ab. Manche Modelle hängen an der Zentralheizung, andere arbeiten rein elektrisch, wieder andere können beides. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede, worauf Sie beim Anschluss achten sollten und welche Angaben die EU für elektrische Heizgeräte vorschreibt. Eine Anleitung zum Anschließen ist er nicht: Arbeiten an Heizungsanlage und Elektroinstallation gehören in die Hände eines Fachbetriebs bzw. einer Elektrofachkraft.
Warmwasser: am Heizkreis der Zentralheizung
Ein Warmwasser-Badheizkörper ist ein Heizkörper wie die anderen in der Wohnung, nur in der Bauform eines Handtuchtrockners. Die Wikipedia beschreibt, dass Röhrenheizkörper aus Stahlrohr im Sanitärbereich wegen ihrer Nutzung als Handtuchtrockner und aus ästhetischen Gründen bevorzugt werden (Heizkörper). Geregelt wird er meist über ein Thermostatventil.
Weil er am Heizkreis hängt, wird er nur warm, wenn die Zentralheizung Wärme liefert. Außerhalb der Heizperiode bleibt er deshalb oft kalt. Beim Tausch eines vorhandenen Heizkörpers kommt es auf die Lage der Anschlüsse an: Abstand und Position von Vor- und Rücklauf müssen zum neuen Modell passen, sonst sind Anpassungen an den Rohren nötig. Diese Arbeiten übernimmt ein Heizungsfachbetrieb.
Die Wikipedia weist außerdem darauf hin, dass Heizkörper im Spritzbereich von Waschbecken, Duschen oder Badewannen korrosionsgefährdet sind und dort auf Verzinkung oder eine hochwertige Beschichtung geachtet werden sollte (Heizkörper).
Elektrisch: mit Heizstab, unabhängig von der Heizung
Ein elektrischer Badheizkörper erzeugt die Wärme mit einem elektrischen Heizelement. Ein solches Element wandelt Strom in Wärme um; meist steckt darin eine stromdurchflossene Heizwendel, die gegenüber dem zu erwärmenden Stoff elektrisch isoliert ist (Heizstab). Viele Modelle sind mit einer Flüssigkeit gefüllt, die der Heizstab erwärmt, andere arbeiten ohne Füllung.
Der Vorteil: Der Heizkörper ist nicht an die Zentralheizung gebunden und lässt sich auch im Sommer betreiben, etwa nur zum Trocknen der Handtücher. Er braucht dafür einen geeigneten Stromanschluss. Gerade im Bad, in der Nähe von Wasser, ist das keine Arbeit für Laien: Ob und wo ein elektrischer Heizkörper montiert werden kann und wie er angeschlossen wird, klärt eine Elektrofachkraft.
Mischbetrieb: beides in einem Heizkörper
Im Mischbetrieb hängt der Badheizkörper an der Zentralheizung und hat zusätzlich einen Heizstab. In der Heizperiode heizt er mit Warmwasser, außerhalb davon kann der Heizstab übernehmen. Nicht jeder Warmwasser-Heizkörper ist dafür vorgesehen: Er braucht eine passende Öffnung für den Heizstab, und Heizstab und Heizkörper müssen zueinander passen. Ob ein Modell für den Mischbetrieb geeignet ist, steht im Datenblatt. Den Einbau und die Abstimmung mit dem Heizkreis übernimmt ein Fachbetrieb.
Thermostat, Timer und Regelung
Wie sich ein elektrischer Heizkörper regeln lässt, ist von Modell zu Modell sehr unterschiedlich. Die Verordnung (EU) 2015/1188 unterscheidet in Anhang I unter anderem diese Arten der Regelung (EUR-Lex):
- einstufige Wärmeleistung ohne Raumtemperaturkontrolle,
- Raumtemperaturkontrolle mit mechanischem Thermostat,
- elektronische Raumtemperaturkontrolle, auch mit Tageszeitregelung (Temperaturen und Zeiten für 24 Stunden einstellbar) oder Wochentagsregelung (für eine ganze Woche, mit unterschiedlichen Einstellungen je Tag),
- weitere Optionen wie Präsenzerkennung, Erkennung offener Fenster, Fernbedienungsoption, adaptive Regelung des Heizbeginns, Betriebszeitbegrenzung (das Gerät schaltet sich nach einem voreingestellten Zeitraum ab) und Schwarzkugelsensor.
Für ein Bad, in dem der Heizkörper vor allem morgens und abends warm sein soll, sind eine Zeitregelung oder eine Betriebszeitbegrenzung oft praktisch. Welche Funktionen ein Modell hat, steht in den Pflichtangaben des Herstellers.
Was die Ökodesign-Verordnung vorschreibt
Die Verordnung (EU) 2015/1188 legt Ökodesign-Anforderungen an Einzelraumheizgeräte fest; nach Artikel 1 gilt sie für Haushalts-Einzelraumheizgeräte mit einer Nennwärmeleistung von höchstens 50 kW. Ein „elektrisches Einzelraumheizgerät“ ist nach Artikel 2 ein Einzelraumheizgerät, das mittels des elektrischen Joule-Effekts Wärme erzeugt. Als „ortsfest“ gilt ein solches Gerät, wenn es nicht zur Wärmespeicherung bestimmt ist und dafür ausgelegt ist, an einem bestimmten Ort befestigt oder an der Wand angebracht zu werden, nicht aber in die Gebäudestruktur eingebaut wird. Die Anforderungen gelten nach Artikel 3 seit dem 1. Januar 2018 (EUR-Lex). Handtuchheizkörper nennt die Verordnung nicht eigens.
Anhang II legt Mindestwerte für den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad fest, für ortsfeste elektrische Einzelraumheizgeräte 38 % bei mehr als 250 W Nennwärmeleistung und 34 % bei bis zu 250 W. Außerdem müssen Bedienungsanleitungen und die frei zugänglichen Websites von Herstellern, Bevollmächtigten und Importeuren für elektrische Einzelraumheizgeräte die Angaben der Tabelle 2 enthalten. Dazu gehören:
- Modellkennung, Nennwärmeleistung, Mindestwärmeleistung (Richtwert) und maximale kontinuierliche Wärmeleistung,
- der Hilfsstromverbrauch, auch im Bereitschaftszustand,
- die Art der Wärmeleistung und Raumtemperaturkontrolle sowie die sonstigen Regelungsoptionen,
- Name und Anschrift des Herstellers oder seines Bevollmächtigten.
Hinzu kommen besondere Vorkehrungen für Zusammenbau, Installation und Wartung sowie Informationen zur Zerlegung, Wiederverwertung und Entsorgung (EUR-Lex).
Braucht ein elektrischer Badheizkörper ein Energielabel?
Die Kennzeichnung von Einzelraumheizgeräten mit dem Energielabel regelt eine eigene Verordnung, die Delegierte Verordnung (EU) 2015/1186. Nach ihrem Artikel 1 Buchstabe a gilt sie nicht für elektrische Einzelraumheizgeräte (EUR-Lex). Ein fehlendes Energielabel an einem elektrischen Badheizkörper ist nach dieser Verordnung also kein Mangel. Die Pflichtangaben nach der Verordnung (EU) 2015/1188 finden Sie stattdessen in der Anleitung und auf der Website des Herstellers.
Passende Modelle
In unserer Auswahl an Badheizkörpern zeigen wir Betriebsart und Leistung, soweit der Händler sie angibt; rein elektrische Modelle finden Sie unter elektrische Badheizkörper. Die Verordnungen zitieren wir mit Stand vom Prüfdatum nach der im Amtsblatt veröffentlichten Fassung; maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung auf EUR-Lex.
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Häufige Fragen
Wird ein Warmwasser-Badheizkörper im Sommer warm?
Nur, wenn die Zentralheizung dann Wärme liefert. Ist sie außerhalb der Heizperiode abgeschaltet, bleibt der Heizkörper kalt. Wer auch im Sommer Handtücher trocknen möchte, wählt ein elektrisches Modell oder einen Heizkörper für den Mischbetrieb.
Darf ich einen elektrischen Badheizkörper selbst anschließen?
Davon raten wir ab. Lassen Sie Montageort und Anschluss von einer Elektrofachkraft prüfen und ausführen.
Wo finde ich die vorgeschriebenen Angaben zu einem elektrischen Heizkörper?
Nach Anhang II der Verordnung (EU) 2015/1188 müssen sie in der Bedienungsanleitung und auf der frei zugänglichen Website des Herstellers, seines Bevollmächtigten oder des Importeurs stehen.
Rechtsstand . Die Angaben zu Gesetzen und Vorschriften haben wir an diesem Tag geprüft. Regeln können sich jederzeit ändern – maßgeblich ist immer die aktuell gültige Fassung, zum Beispiel hier im amtlichen Text.
